Wir engagieren uns für den Schutz unserer Erde durch eine verantwortungsvolle Herstellung – Primark Cares

Wir engagieren uns für den Schutz unserer Erde durch eine verantwortungsvolle Herstellung

Jedes einzelne unserer Produkte hat eine Geschichte zu erzählen. Von den Rohstoffen, die zur Herstellung unserer Stoffe verwendet werden, bis hin zur Art und Weise, wie diese Stoffe zu einem fertigen Produkt verarbeitet und veredelt werden – jeder Schritt im Lebenszyklus unserer Produkte kann sich auf unsere Erde auswirken.

Das globale Primark-Team "Umwelt" ist sich der Bedeutung – und der Herausforderung – bewusst, diese in unserer gesamten Lieferkette zu minimieren und konzentriert sich seit Langem in Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten darauf, die Auswirkungen, welche mit den von uns verkauften Produkten verbunden sind, proaktiv zu identifizieren und zu reduzieren. Unsere Arbeit erstreckt sich über mehrere Länder und Hunderte von Standorten, ist oftmals nicht leicht umzusetzen, aber wir sind bereits, dieses Team und den Umfang unserer Arbeit weiter auszubauen, um vor Ort noch mehr zu bewirken.

Um die Umsetzung und den Erfolg unserer Programme zu unterstützen, orientieren wir uns bei der Ausgestaltung unseres Umweltprogramms an drei Ansätzen:

  1. EIN STARKER AKTIONSPLAN: Die Erstellung eines soliden Plans, der die Ziele unserer Arbeit festlegt und Teil unserer übergreifenden Ausrichtung ist. Zu unseren Hauptschwerpunkten gehören mehrere Fokusbreiche, wie verantwortungsvolle Beschaffung, Klima, Abfälle, Chemikalien und Wasser.

  2. DIE ROLLE UNSERER LIEFERANTEN WERTSCHÄTZEN: Entwicklung und Integration verschiedener Tools und Schulungen in unserer gesamten Lieferkette, um die Leistung von Lieferanten und uns zu steigern und zu verbessern.

  3. DEN SYSTEMISCHEN WANDEL BESCHLEUNIGEN: Langfristige Veränderungen durch effektive Partnerschaften.

LANGFRISTIGE VERÄNDERUNGEN SCHAFFEN: DIE BEDEUTUNG VON PARTNERSCHAFTEN FÜR NACHHALTIGEN WANDEL

Unsere Programme im Bereich Umwelt decken viele wichtige Wirkungsfelder ab. Unsere Lieferkette ist lang und komplex. Aber das Wichtigste ist: Der Großteil unserer Lieferkette – von den Rohstoffen bis zur Produktherstellung – wird ebenfalls von vielen anderen globalen Marken genutzt. Auch wenn unsere Reichweite als großes Unternehmen auf der Hand liegt: Wir sind nicht die einzigen Kunden der Zulieferer, die Produkte herstellen; die Produktionskapazitäten in den Fabriken sind auf viele Marken und Händler verteilt.

Obwohl wir aufgrund unserer Größe über ein starkes Mitspracherecht innerhalb der Lieferkette verfügen, müssen Marken und Einzelhändler zusammenarbeiten, um den von uns gewünschten Wandel herbeizuführen. Um diesen zu beschleunigen, engagieren wir uns innerhalb vieler Organisationen, die die Anforderungen und benötigten Tools und für die globalen Lieferketten erarbeiten. Zwei dieser Initiativen sind die „ZDHC Foundation“ und die „Sustainable Apparel Coalition“.

  • Die Stiftung Zero Discharge of Hazardous Chemicals (ZDHC) ist eine Multi-Stakeholder-Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, die globale Textil-, Bekleidungs- und Schuhwarenindustrie durch ein nachhaltigeres Chemikalienmanagement bei der Herstellung unserer Produkte zu transformieren. Die Stiftung will dies durch eine Reihe freiwilliger Standards erreichen, die den Einsatz bestimmter bedenklicher Chemikalien in unseren Lieferketten unterbinden. Außerdem bietet sie umfassende Schulungsmaßnahmen an, um Mitarbeiter im Umgang mit Chemikalien zu trainieren, und legt strenge Richtlinien für die Abwasserentsorgung und die Luftemissionen einer Fabrik fest. Die ZDHC ist in unserer Branche von zentraler Bedeutung für ein nachhaltiges Chemikalienmanagement, und wir setzen diese Instrumente in unserer gesamten Lieferkette aktiv ein, um unserer ökologischen Verantwortung gerecht zu werden.

    Primark war Gründungsmitglied der ZDHC im Jahr 2015 und engagiert sich seit vielen Jahren aktiv, u. a. lange Zeit im Vorstand der Organisation. Um mehr über unser Engagement für ein nachhaltigeres Chemikalienmanagement zu erfahren, lesen Sie bitte unseren Umweltbericht

  • Die Sustainable Apparel Coalition (SAC) ist ein globales, gemeinnütziges Multi-Stakeholder-Bündnis, das einen positiven sozialen und ökologischen Wandel in unserer Branche herbeiführen möchte. Unter dem Namen Higg-Index hat die Organisation ein Tool entwickelt, mit dem die Umweltauswirkungen in der gesamten Lieferkette einheitlich gemessen werden können.

Seit unserem Beitritt zu SAC im Jahr 2015 setzen wir gemeinsam mit unseren Partnern in der Lieferkette die Higg-Index-Tools zur Bewertung der Umweltauswirkungen ein. Dieser Schritt ist von entscheidender Bedeutung, weil so sichergestellt wird, dass unsere Lieferanten nicht nur die Mindestanforderungen an die Umweltverträglichkeit erfüllen, sondern auch ihr eigenes Konzept zur kontinuierlichen Verbesserung in den Bereichen Energie, Wasser, Chemikalienverbrauch, Abwasser, Luftemissionen und Umweltmanagement weiterentwickeln.

Mit der Einführung des Higg-Index können wir die Nachhaltigkeitsperformance unserer strategischen Lieferanten genau messen.

Eine vollständige Liste aller im Rahmen unseres Programms relevanten Partnerschaften finden Sie hier.

Reduzierung von Chemikalien

So wie unsere Fabriken nicht ohne Strom funktionieren, so kommt die globale Modeindustrie nicht ohne den Einsatz chemischer Hilfsstoffe aus. Seien es Farbstoffe zum Färben unserer Kleidung oder Waschmittel zum Reinigen der Textilien – Chemikalien spielen eine wichtige Rolle. Allerdings ist uns bewusst, dass der Einsatz von Chemikalien streng kontrolliert werden muss, um Mensch und Umwelt zu schützen, und wir verpflichten uns deshalb zu einem verantwortungsvollen Chemikalienmanagement entlang unserer Lieferkette. Im Jahr 2014 haben wir uns der Detox-Kampagne von Greenpeace angeschlossen, deren Ziel es ist, die Verwendung und Freisetzung bestimmter chemischer Substanzen in unserer Lieferkette zu verbieten. Seit 2015 berichten wir öffentlich über unsere Fortschritte im Abschnitt Chemikalien- und Abfallmanagement auf unserer Website.

Primark ist sich der Tatsache bewusst, dass kollektives Handeln entscheidend ist, um unsere Ziele im Bereich Chemikalienmanagement zu erreichen und unsere Branche zum Besseren zu verändern. Daher wurde Primark 2015 Gründungsmitglied der ZDHC Foundation, einer Multi-Stakeholder-Organisation, die sich für ein nachhaltigeres Chemikalienmanagement in der Modeindustrie einsetzt. Im Rahmen dieser Partnerschaft nutzen wir aktiv die Liste von in der Fertigung eingeschränkt nutzbaren Substanzen (Manufacturing Restricted Substances List (MRSL)) der ZDHC, die angibt, welche Chemikalien Lieferanten bei der Herstellung unserer Produkte nicht verwenden dürfen. Um Hersteller entlang der gesamten Lieferkette zu unterstützen, befürworten wir aktiv die Nutzung des ZDHC-Gateways, eine Datenbank, die Lieferanten eine Liste von chemischen Formulierungen zur Verfügung stellt, die den ZDHC-MRSL-Richtlinien entsprechen.

Ebenso wichtig wie die Chemikalienauswahl im Rahmen eines effektiven Chemikalienmanagementprogramms ist es, dass unsere Lieferanten diese Chemikalien innerhalb der Anlage sicher verwenden. Zur Optimierung des Chemikalienmanagements entlang unserer Lieferkette unterstützen unsere Teams vor Ort unsere Lieferanten mit Schulungen und Tools, um Informationen über ihre Produktionsprozesse zu sammeln und zu analysieren. So arbeiten wir zum Beispiel seit 2019 gemeinsam mit ADEC Innovations an der Entwicklung des CleanChain™ Chemical Module. Dies ermöglicht einen Informationsaustausch über Chemikalien zwischen unseren Lieferanten und unseren Teams in den einzelnen Ländern und gibt uns die Möglichkeit, die Einhaltung der ZDHC-MRSL durch die Lieferanten zu verfolgen und aktiv mit Fabriken zusammenzuarbeiten, die mehr Unterstützung benötigen.

Maßnahmen zur Wassereinsparung

Wir sind uns bewusst, dass Wasser eine wertvolle und wichtige Ressource ist und dass wir unseren Wasserfußabdruck sorgfältig kontrollieren müssen. Bei der Textilherstellung spielt Wasser in vielen Bereichen eine zentrale Rolle, sei es beim Baumwollanbau oder beim Färben von Stoffen; ohne den Zugang zu Wasser könnte die globale Modeindustrie nicht funktionieren.

Unser Ansatz zu einer nachhaltige Baumwolle zeigt, dass dieses Programm vor allem zur Wassereinsparung beiträgt. Baumwolle ist eine landwirtschaftliche Nutzpflanze und benötigt Wasser, um zu wachsen. Uns ist bewusst, dass Wasser eine Ressource ist, mit der sparsam umgegangen werden muss, und dies gilt umso mehr in Regionen, in denen die Tagestemperaturen 38°C übersteigen. Von 2013 bis 2019 konnten wir bei den an unserem PSCP-Programm teilnehmenden Farmern im Durchschnitt einen Rückgang des Wasserverbrauchs um 10% verzeichnen, und mit der Weiterentwicklung dieses Programms wollen wir den Wasserverbrauch noch weiter senken.

Fabriken, in denen Textilien gefärbt und veredelt werden, liefern für gewöhnlich Stoffe und Garne an Marken in der ganzen Welt und benötigen bis auf wenige Ausnahmen produktionsbedingt Wasser. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Textilfabriken bemühen wir uns aktiv darum, den Wasserverbrauch zu senken und eine potenzielle Wasserverschmutzung durch Chemikalien zu minimieren. Eines dieser Programme ist das Clean by Design-Programm in China. Dabei handelt es sich um eine Zusammenarbeit zwischen Marken und dem Apparel Impact Institute (AII), um die Produktionsprozesse in diesen Betrieben zu optimieren.

Über die Maßnahmen zur Wassereinsparung hinaus wenden wir auch die ZDHC-Abwasserrichtlinien (ZDHC Wastewater Guidelines) aktiv an. Zum Beispiel testen alle größeren Textilfabriken in Bangladesch derzeit ihre Abwässer anhand dieser Richtlinien und teilen uns die Ergebnisse mit. Falls die Lieferanten die in der Richtlinie genannten Abwasserparameter überschreiten, muss ein Aktionsplan zur Behebung der Ursachen erstellt werden. Dieses Programm wird ständig ausgeweitet.

Clean by Design in Aktion

Seit 2018 unterstützt Primark drei Spinnereien in den Provinzen Zhejiang und Shandong bei der Umsetzung des Clean by Design-Programms. Im Rahmen des Programms haben die teilnehmenden Fabriken das "Higg Facilities Environmental Module" absolviert, um den Ressourcenverbrauch zu dokumentieren und Verbesserungen zu evaluieren. Außerdem absolvierten die Teilnehmer Online-Schulungen und Workshops und trafen sich mit unseren Teams vor Ort, um sich über das Programm und seine Ziele umfassend zu informieren.

Eine Vor-Ort-Bewertung wurde durch Experten für den Produktionsprozess durchgeführt, um Kapazitäten aufzubauen und mit den 10 Best Practices der NDRC (Staatliche Kommission für Entwicklung und Reform) zum Energie- und Wassermanagement zu vergleichen. Die Ergebnisse wurden mit den Fabriken besprochen und gemeinsam wurden Aktionspläne zur Behebung von Problemen entwickelt und umgesetzt. Durch die Teilnahme am Programm konnten die Fabriken erhebliche Verbesserungen erzielen und ihren Wasserverbrauch senken.

Diese Partnerschaften versetzen uns in die Lage, Fabriken bei der schrittweisen Eliminierung bestimmter Chemikalien zu unterstützen und zu kontrollieren, ob sie einen sorgsamen Wasserverbrauch anstreben, sodass wir unseren Verpflichtungen gerecht werden können.

Ausführlichere Informationen finden Sie in unserem aktuellen Umweltnachhaltigkeitsbericht.

Primark Sustainable Cotton Programme

Baumwolle ist ein unverzichtbarer Rohstoff für Primark und hat im Jahr 2020 etwa die Hälfte unseres gesamten Fasermaterials ausgemacht. 2013 haben wir uns mit den Landwirtschaftsexperten von CottonConnect und der NGO Self-Employed Women's Association (SEWA) zusammengetan und das Primark Sustainable Cotton Programme ins Leben gerufen. Das Programm ging mit 1.251 Bäuerinnen in Gujarat, Indien, an den Start und zeigte beeindruckende Erfolge.

Seitdem haben wir das Programm auf drei Regionen in Indien und Pakistan in Zusammenarbeit mit unserem lokalen Partner REEDS (Rural Education and Economic Development Society) ausgeweitet.

Die Bauer*innen werden von CottonConnect in den für ihr Gebiet am besten geeigneten Anbautechniken geschult, angefangen bei der Auswahl des Saatguts, der Aussaat, der Bodenbearbeitung, der Wassernutzung, dem Einsatz von Pestiziden und der Schädlingsbekämpfung bis hin zur Ernte und Lagerung der geernteten Baumwolle. Durch das Programm werden nicht nur die Umweltauswirkungen minimiert, sondern auch die Lebensbedingungen der Baumwollbauern verbessert, indem ihr Einkommen durch höhere Baumwollerträge gesteigert wird und die Kosten für Betriebsmittel wie Wasser, chemische Düngemittel und Pestizide gesenkt werden. Von 2013 bis 2019 konnten die Baumwollbauern in Indien ihren Wasserverbrauch um durchschnittlich 10% senken.

Ausführlichere Informationen über unser Sustainable Cotton Programme finden Sie hier.